{"id":1330,"date":"2014-02-14T11:17:40","date_gmt":"2014-02-14T09:17:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gartenakademie.org\/?page_id=1330"},"modified":"2020-10-06T06:27:39","modified_gmt":"2020-10-06T04:27:39","slug":"the-hunger-garden","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/?page_id=1330","title":{"rendered":"The Hunger Garden"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: center;\">The Hunger Garden &#8211; eine Installation von Wilm Weppelmann<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>I 2010 Weingarten &#8211; II 2012 M\u00fcnster<\/strong>\u00a0 &#8230;..<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201cThe Hunger Garden I\u201d eine Installation\u00a0 von Wilm Weppelmann<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">mit Abschlussperformance 19.9.2010 \u201cthinking fat \u201d und Hungersuppe<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>13. Juni bis 19. September 2010<\/strong> Weingarten (W\u00fcrttemberg) The Hunger Garden I<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>24. Juni bis 7. Oktober 2012 <\/strong>\u201eThe Hunger Garden II \u2013 eine\u00a0Installation von Wilm Weppelmann\u201c mit umfangreichem Begleitprogramm\u00a0# Ort: M\u00fcnster Schlosspark<\/p>\n<p>Literaturhinweis: \u201cWeinGARTEN \u2013 K\u00fcnstlerg\u00e4rten in Weingarten\u201d Katalog zur Ausstellung , Stuttgart 2010, \u00a0 ISBN\u00a0 978-3-940322-03-6<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20100612-IMG_1879-klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1336 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/20100612-IMG_1879-klein.jpg\" alt=\"20100612-IMG_1879 klein\" width=\"295\" height=\"221\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>THE HUNGER GARDEN I # by Wilm Weppelmann # ingredients: <\/strong> water # soil # sand # maize (Zea mays L. ssp. mays) # rutabaga (Brassica napus subsp. rapifera) # the man, who thinks fat # the gardener shed and the hunger . a growing story # finissage . who knows what hunger means may eat # and trust # Weingarten Gartenstrasse Germany 13.6. \u2013 19.9.2010<a href=\"http:\/\/www.gardenstreet.de\"> www.gardenstreet.de<\/a> No 2 # 2012 M\u00fcnster<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Wilm Weppelmann zu seiner Installation:<\/strong> \u201cEs war sehr schnell klar, das ich quer gegen jede Gef\u00e4lligkeit und der architektonischen Laufrichtung, dem Stadtgarten an der Gartenstrasse in Weingarten einen Fremdk\u00f6rper einpflanzen und eine Wunde beibringen wollte. Eine Nutzpflanzenkultur (zwischen gestern, heute und morgen) sollte wieder mitten in st\u00e4dtischer Welt eine fruchtbare Heimat finden, im wahrsten Sinne des Wortes ein behauster hungriger Garten, ohne Tor, Zaun und sch\u00fctzender Abgrenzung zur Stadt hin, das ganze Leben konnte hineinbranden also verwundbar. Ich konzentrierte mich auf zwei Pflanzen, die Steckr\u00fcbe und den Mais. Die Steckr\u00fcbe (Brassica napus subsp. rapifera) steht f\u00fcr eine \u201cHungergeschichte\u201d in Deutschland, w\u00e4hrend und nach den zwei Weltkriegen musste die Steckr\u00fcbe die leeren M\u00e4gen f\u00fcllen. Der Winter 1917\/18 ging als Steckr\u00fcbenwinter in die Geschichte ein. Der Mais (Zea mays L. ssp. mays) verbindet sich mit dem Hunger (und Durst) von heute und morgen. Der Mais ist die Angst Afrikas (Die Zeit 18.8.2004) und in vielen L\u00e4ndern das beherrschende Grundnahrungsmittel mit einer besonderen politischen Sprengkraft. Die Diskussionen \u00fcber die Klimakatastrophe, Gentechnik, Energiepflanzen, Biokunststoffen und Agrarinvestments decken den Hintergrund f\u00fcr die Hungerkatastrophen des 21. Jahrhundert auf.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abschlussweingarten.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1332\" src=\"http:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abschlussweingarten.jpg\" alt=\"Abschlussweingarten\" width=\"472\" height=\"171\" srcset=\"https:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abschlussweingarten.jpg 472w, https:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Abschlussweingarten-300x108.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">19.9.2010 Abschluss Weingarten: Ernte und Hungersuppe \u201cwer wei\u00df was hunger ist, mag auch essen\u201d<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201cThe Hunger Garden II\u201d eine Installation\u00a0 von Wilm Weppelmann<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Wo isst der Hunger? \u2013 eine Spurensuche <\/strong><br \/>\nNotizen von Wilm Weppelmann<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"># Nein, er scheint nicht bei uns zu Hause zu sein, oder ist dort Hunger, wenn mal, ab und an, leicht der Magen grummelt ? Nein, ich meine den sterbenden Hunger, in der Nachbarschaft ist er vermutlich auch nicht, die Menschen sehen eher zu fett aus oder gibt es einen fetten Hunger? Zudem findet man an jeder Ecke Tankstellen der Gefr\u00e4\u00dfigkeit, und f\u00fcr die Geldzufuhr, der notwendigen Zugangsvoraussetzung mit der man Tag und Nacht seinen Essgel\u00fcsten nachgehen kann, ist recht sicher gesorgt. Der Regalnachschub klappt wie am Schn\u00fcrchen, aus den fernsten Winkeln dieser Welt werden \u00fcber Nacht verderbliche kleine Fruchtbeerchen herbeigekarrt. Also 2300 Kilokalorien m\u00fcsste eigentlich jeder hier in Mitteleuropa ergattern k\u00f6nnen. In diesen Breitengraden ist der Hunger scheinbar nur Geschichte oder ein launiges kurzweiliges Wohlstandsfastenintermezzo, oder wollen wir da etwas \u00fcbersehen? Haben die eigenen rosa Fettaugen den Blick verstellt, ja, hat man \u00fcberhaupt Lust, den Hunger als Thema anzunehmen, wenn man Jahr f\u00fcr Jahr seinen Bauchg\u00fcrtel weiter \u00f6ffnet, um Platz zu schaffen f\u00fcr eine neue Fettrunde. Statt Hunger-, eine Fett- und Zuckerkatastrophe, eine unm\u00e4\u00dfige Gier, das ist wahrscheinlich unsere allerliebste ureigene sinnes- und verstandesverwirrende Luxustrag\u00f6die. Aber es scheint nicht klar zu sein, dass wir die Welt mit- und wegessen. Was wir auf dem Teller und auch woanders zu viel haben, anh\u00e4ufen und wieder wegwerfen, kommt nicht aus dem Nichts, wird oft mit derselben Gier produziert, wie es konsumiert wird, und hinterl\u00e4sst einen Fl\u00e4chenbrand sozialer, \u00f6kologischer Katastrophen, aber dankenswerterweise vielfach au\u00dferhalb der eigenen nationalen Sichtweite. Da stehen wir vor dem Spiegel, sehen nur uns selbst und das reicht vielen aus, um gro\u00dfz\u00fcgig \u00fcber das Ausma\u00df der Verantwortlichkeit hinwegzusehen. Mehr als 900 Millionen Menschen sind von Hungersnot gezeichnet und das ist unser aller Hunger. Die Welt ist zusammengewachsen in einem unheilvollen mehrdimensionalen Dominoeffekt. H\u00e4ufungen von kleinen Ursachen haben gro\u00dfe Wirkungen. Machen wir uns nichts vor: Die Ver\u00e4nderungen im Weltklima hat auch mit dem f\u00fcnften T-Shirt im eigenen Kleiderschrank zu tun. Eigentlich haben wir genug Essen f\u00fcr alle, und das ist der Hohn, wenn wir dann ohne einen Augenaufschlag humanit\u00e4re Katastrophen, wie in Darfur oder in der Sahelzone, einzig mit einer Cola vor dem Fernseher quittieren. Das Zitat vom Mc Donalds Gr\u00fcnder Ray Kroc \u201cDes einen Mannes Hunger, ist des anderen Mannes Fest\u201d (aus: Ray Kroc \u201cGrinding It Out: The Making of McDonald\u2019s\u201d 1990) ist von einer humanit\u00e4ren Einsicht meilenweit entfernt und r\u00fchrt trotzdem den innersten Kern auf:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der Hunger isst mit uns am gleichen Tisch \u2026 wir haben alle Freiheiten unsere Verantwortung wahrzunehmen!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Hunger Garden &#8211; eine Installation von Wilm Weppelmann I 2010 Weingarten &#8211; II 2012 M\u00fcnster\u00a0 &#8230;.. \u201cThe Hunger Garden<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1335,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1330"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1330"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1330\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2769,"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1330\/revisions\/2769"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}