{"id":2762,"date":"2020-10-06T06:03:18","date_gmt":"2020-10-06T04:03:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gartenakademie.org\/?page_id=2762"},"modified":"2020-10-06T06:03:18","modified_gmt":"2020-10-06T04:03:18","slug":"afarm-ii-2014","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gartenakademie.org\/?page_id=2762","title":{"rendered":"aFarm II  2014"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vorderseite-Postkarte-Film.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-2763 alignleft\" src=\"http:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vorderseite-Postkarte-Film-300x214.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vorderseite-Postkarte-Film-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vorderseite-Postkarte-Film-1024x730.jpg 1024w, https:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vorderseite-Postkarte-Film-768x548.jpg 768w, https:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vorderseite-Postkarte-Film-1536x1096.jpg 1536w, https:\/\/www.gartenakademie.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Vorderseite-Postkarte-Film.jpg 1772w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u201eaFARM \u2013 eine Installation von Wilm Weppelmann\u201c fand auch 2014 eine Fortsetzung. Die schwimmende Gem\u00fcseinsel auf dem Aasee wurde in diesem Jahr noch um ein k\u00fcnstlerisches Experiment erweitert: Vom 1.9. bis 30.9. verlagerte der K\u00fcnstler Wilm Weppelmann f\u00fcr genau 30 Tage seine Arbeits- und Lebensst\u00e4tte komplett auf den Aasee und hat sich keinen Schritt von seiner Insel entfernt. Ein zus\u00e4tzlicher Holzkubus bot ihm Tag und Nacht dann das notwendige Obdach und die Intimit\u00e4t. Mit einem abgeschlossenen Minimalhaushalt und einem streng geplanten Tagesablauf konzentrierte Wilm Weppelmann sich ganz auf seine k\u00fcnstlerische Arbeit, die der Auseinandersetzung mit den menschlichen Grundbed\u00fcrfnissen gewidmet war. Im Umfeld von \u201eaFARM\u201c wurden auch einige Veranstaltungen angeboten.<\/p>\n<p><strong>2014 mit freundlicher Unterst\u00fctzung durch:<\/strong> Kulturamt der Stadt M\u00fcnster, Beirat f\u00fcr kommunale Entwicklungszusammenarbeit,\u00a0 Norbert und Thilo Bu\u00dfmann der Zimmerei H.Schoster, BRILLUX, Peter Overschmidt, Schulbauernhof Emshof, Daldrup G\u00e4rtner von Eden, Gero Deckenbrock u.v.a.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4missen \u2013 30 Tage Dauerperformance 1.9. bis 30.9.2014 \u2013 aFARM, zweites Kapitel: Was ich brauche!<\/strong><\/p>\n<address><strong>1. Kunst ist Leben, Leben ist Kunst.<\/strong> In diesen 30 Tagen gibt es keinen Trennstrich zwischen Alltag und K\u00fcnstlerarbeit, konzeptionell sind die Tage und N\u00e4chte festen k\u00fcnstlerischen Pr\u00e4missen und zeitlichen Regeln unterworfen, dazu geh\u00f6rt auch der Minimalhaushalt. Alles ist auch \u00f6ffentlich nachvollziehbar und auf der Webseite www.afarm.de einsehbar. Trotzdem ist aFARM als k\u00fcnstlerischer Prozess ergebnisoffen, mit vielen Risiken besetzt und damit auch einer M\u00f6glichkeit des Scheiterns verkn\u00fcpft. Der schwimmende Garten fungiert als \u00f6ffentlicher Guckkasten als Schaub\u00fchne, das Mikrohaus erlaubt Witterungsschutz, eine gewisse Intimit\u00e4t und eine Plattform\/Leinwand f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Arbeit.<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>2. aFARM, zweites Kapitel: Was ich brauche!<\/strong> \u2013 Die k\u00fcnstlerische Arbeit und Dauerperformance \u201eaFARM, zweites Kapitel 2014: Was ich brauche!\u201c ist eine komplexe Reflexion der Grundbed\u00fcrfnisse des Menschen. Drei Kernelemente bestimmen den dramaturgischen und produktiven Aufbau der k\u00fcnstlerischen Arbeit: a) microhouse ~ housing \u2013 set up the world b) the crier \u2013 exclaim the world\u00a0 c) garden ~ gardening \u2013 cultivate the world. Bestandteile hat Wilm Weppelmann schon in anderen musealen Zusammenh\u00e4ngen pr\u00e4sentiert und f\u00fcr diese Dauerperformance weiterentwickelt. Daneben spielt aber auch die t\u00e4gliche Fotodokumentation und erweiterte Textarbeit eine Rolle.<\/address>\n<address><strong>a) microhouse ~ housing \u2013 set up the world<\/strong> \u2013 Jeder Tag ist einem elementarem \u201ebasic need\u201c zugeordnet wie zum Beispiel Nahrung, Obdach, Kommunikation oder auch Bewegung. Jeder Tag ist zugleich inhaltlich verkn\u00fcpft mit einer Entwicklungshilfeinitiative, die sich in ihrem Engagement mit diesem spezifischen Bed\u00fcrfnis bzw. Mangel auseinandersetzt.<\/address>\n<address><strong>b) the crier \u2013 exclaim the world<\/strong> \u2013\u00a0 30 Worte an jedem Tag und f\u00fcr jeden Tag als literarischer Text von Wilm Weppelmann erstellt. Es gibt also einen Tagestext, der sich mit dem jeweiligen Grundbed\u00fcrfnis auseinandersetzt. Dieser Text wird dreimal, zum Sonnenaufgang (zwischen 6.30 und 7.29 Uhr), High Noon und Sonnenaufgang (zwischen 19.09 und 20.16 Uhr) mit einem mechanischen Sprachrohr in alle vier Himmelsrichtungen deklamiert. \u201eBitte erwarten Sie keinen moralisierenden Betroffenheitstext oder Welt-sei-doch-endlich-gut-Aufruf\u201c, sagt Wilm Weppelmann. Der Tagestext und die zugeordneten Hintergrundinformationen zu dem \u201ebasic need\u201c werden jeweils am Folgetag auf der Webseite www.afarm.de und auf Facebook ver\u00f6ffentlicht.<\/address>\n<address><strong>c) garden ~ gardening \u2013 cultivate the world \u2013 von der Erde in den Mund.<\/strong> Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt auch die t\u00e4gliche G\u00e4rtnerarbeit zu den k\u00fcnstlerischen \u00dcbungen. Alle auf der Garteninsel gewachsenen Gartenbaufr\u00fcchte und Kr\u00e4uter dienen w\u00e4hrend der 30 Tag der Selbstversorgung, zus\u00e4tzlich werden aber auch noch weitere Lebensmittel f\u00fcr die Zeit auf der Insel bevorratet. Die genaue Liste der Lebensmittel wird am 30. August auf der Webseite www.afarm.de ver\u00f6ffentlicht.<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>3. Alle k\u00fcnstlerische Freiheiten zu haben, erfordert ungeheure Disziplin<\/strong> \u2013 Mein Tag hat in diesen 30 Tagen immer die gleiche Struktur. Ablauf und Ritual: 6.00 Aufstehen, Reinigung, Stille, Bewegung (auf der Stelle laufen, Liegest\u00fctze, Kniebeugen) \u2013 Sonnenaufgang: (zwischen 6.39 und 7.29 Uhr) \u201ethe first call\u201c, dann Fr\u00fchst\u00fcck,\u00a0 12 Uhr: \u201ethe second call\u201c, 12.30 \u2013 13 Uhr: \u201epublic affairs\u201c, 13 \u2013 13.30 Uhr: lunch, Sonnenuntergang (zwischen 19.09 bis 20.16 Uhr): \u201ethe last call\u201c, Reinigung, Stille, Nachtruhe, auch die Zeiten f\u00fcr die Wassergewinnung, Gartenarbeit und die eigentliche k\u00fcnstlerische Arbeit sind genau definiert. Der genaue Tagesablauf wird am 30. August auf der Webseite www.afarm.de ver\u00f6ffentlicht.<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>4. Was ich habe, habe ich \u2013 mehr kann ich nicht haben<\/strong> \u2013 Die Listen der Gegenst\u00e4nde f\u00fcr die Haushaltsf\u00fchrung und Werkzeuge f\u00fcr die k\u00fcnstlerischen Arbeit und zus\u00e4tzlichen Lebensmittel sind bewusst auf das Allernotwendigste reduziert und werden \u00f6ffentlich hinterlegt. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden durfte nicht auf ein Handy verzichtet werden, dass aber \u00fcber keinen Internetzugang verf\u00fcgt und prim\u00e4r dem Not- und Warnruf vorbehalten ist, also keine Funktion als Dauerverbindung zur Au\u00dfenwelt hat. Einzig t\u00e4glich 30 Fotografien zum Tagesthema in DINA4-SW Kopien und zweimal w\u00f6chentlich ein geladenes Akkupack im Austausch f\u00fcr das Handy werden Wilm Weppelmann per Boot \u00fcbergeben. Ein handschriftlicher Zettel mit dem Tagestext verl\u00e4sst dann auch die Insel. Nur bei ganz besonderen Umst\u00e4nden wird etwas zus\u00e4tzlich auf die Insel verbracht, aber auch dies w\u00fcrde \u00f6ffentlich kommuniziert. Der entsprechenden Listen werden am 30. August auf der Webseite www.afarm.de ver\u00f6ffentlicht.<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>5. 24 qm f\u00fcr die Nahrung und 6 qm f\u00fcr die Behausung<\/strong> sind vom 1. September bis 30. September 2014 f\u00fcr 30 Tage und N\u00e4chte die k\u00fcnstlerische Heimat von Wilm Weppelmann, er verl\u00e4sst nur bei \u201eTod, Krankheit, Sturm, Blitz und beh\u00f6rdlichen Anforderungen\u201c diesen engen Rahmen. Der schwimmende Garten fungiert auch als \u00f6ffentlicher Guckkasten als Schaub\u00fchne, das Mikrohaus erlaubt Witterungsschutz, eine gewisse Intimit\u00e4t und eine Plattform\/Leinwand f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Arbeit.<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>6. Ern\u00e4hrungspr\u00e4misse.<\/strong> Sollten die geplanten Lebensmittel nicht ausreichen, wird Wilm Weppelmann fasten. Dies ist f\u00fcr etwa den Zeitraum einer Woche unbedenklich. Die Planung orientiert sich an einer Empfehlung des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft von einem Grundnahrungsmittelnotvorrat f\u00fcr eine Person und 30 Tage bei durchschnittlicher t\u00e4glicher Energiezufuhr von 2200 Kilokalorien unter Ber\u00fccksichtigung der vorhandenen Gartenbaufr\u00fcchte. Grundlagen: <a title=\"Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft \" href=\"http:\/\/www.ernaehrungsvorsorge.de\/\">http:\/\/www.ernaehrungsvorsorge.de\u00a0<\/a> und\u00a0 <a href=\"http:\/\/survival.4u.org\/\">Survival-Netzwerk<\/a><\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>7. Glossar<\/strong><\/address>\n<address><strong>aFARM<\/strong> a F\u00dcR DEN ENGLISCHEN ARTIKEL &amp; ABBREVIATION F\u00dcR ALPHA, ARTIST, ARCHE, DER FLUSS AA, AASEE, AQUA \u2013 FARM F\u00dcR GLOBALE LANDWIRTSCHAFT, SUBSISTENZWIRTSCHAFT \u2013 DIE KASTENF\u00d6RMIGE KONSTRUKTION VON aFARM IST IM MASSVERH\u00c4LTNIS DER BIBLISCHEN ARCHE ANGELEGT 6:1 L\u00c4NGE:BREITE<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>Zahl 30 als symbolische Zahl<\/strong> \u2013 30 ist zun\u00e4chst die Zahl eines runden Monats (Rundjahr: 12 = 360 : 12); 30 Jahre sind 1 Monat eines \u201eG\u00f6tterjahres\u201c von 360 Jahren. Die Zahl 30 wird zum Symbol einer runden Summe. (Altes Testament Richter 14, lff.)<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>Ausrufer Praeco (lat.)<\/strong> gab es schon im alten Rom, im Mittelalter geh\u00f6rten sie zum normalen Erscheinungsbild von St\u00e4dten und Gemarkungen und in manchen Entwicklungsl\u00e4ndern gibt es sie noch heute, um Todesf\u00e4lle o.\u00e4. zu verk\u00fcnden. Ein Beruf, der einen ern\u00e4hrte, war es wahrscheinlich nicht, wohl eher eine zus\u00e4tzliche Funktion zu der man amtlich berufen wurde, um die wichtigsten Nachrichten oder Anordnungen schnell im Ort zu verk\u00fcnden.<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address><strong>7. Weitere Termine:<\/strong><\/address>\n<address><strong>29.8. 17 Uhr Installation (<\/strong>unter Vorbehalt) Standort Gian-Pool-Balls \u2013 Hausponton wird mit Kran aufgesetzt und dem schwimmenden Garten verbunden<\/address>\n<address><strong>1.9. ab 6 Uhr bis ca. 6.30 Uhr (Aaseestufen Giant-Pool-Balls) Einschiffung von Wilm Weppelmann<\/strong> \u2013 die mitgenommenen Gegenst\u00e4nde\/Werkzeuge werden noch einmal am Ufer ausgebreitet, danach wird Wilm Weppelmann und Inventar mit einem Ruderbot zur Insel gebracht<\/address>\n<address><strong>t\u00e4glich ab 1.9. bis 30.9.: Praeco<\/strong><br \/>\na. jeweils zum Sonnenaufgang, High Noon und Sonnenuntergang \u2013 Wilm Weppelmann als literarischer Stadtausrufer<br \/>\nb. f\u00fcr Presse und Medien: von 12.30 bis 13.00 Zeiten f\u00fcr \u201epublic affairs\u201c also Interviews etc. \u2013 eine Terminabsprache mit Edda Klepp ist erforderlich<\/address>\n<address><strong>30.9.2014 Ausschiffung,<\/strong> zum Sonnenuntergang also nach dem letzten literarischen Ausruf (also ca. 19.03 Uhr) wird der Hausponton abgekoppelt, mit Wilm Weppelmann ans Ufer (hinter Segelclub Aaseeterrassen) verbracht und er verl\u00e4sst seine Insel.<\/address>\n<address><strong>5.10.2014 11 bis 13 Uhr \u201eDie letzte Ernte \u2013 ein bedenkliches Erntedankfest\u201c<\/strong> mit Prof. Dr. Joachim Gardemann (Leiter Kompetenzzentrum Humanit\u00e4re Hilfe Fachhochschule M\u00fcnster), Dr. Kajo Schukalla (Ghana-Forum NRW und Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker), Wilm Weppelmann, Helge Salnikau von \u201eFreuynde + Gaesdte\u201c und Szenen aus der Inszenierung \u201eDer wahre Robinson\u201c, und weiteren G\u00e4sten, serviert wird dazu eine \u201eHungersuppe\u201c zu Gunsten der Welthungerhilfe \u2013 am letzten Tag und in den letzten Stunden der Aasee-Gem\u00fcseinsel von Wilm Weppelmann.<br \/>\nTreffpunkt: Aaseestufen\/Giant Pool Balls<\/address>\n<address><strong>Donnerstag den 9.10. 2014 19 bis 22 Uhr :<\/strong><br \/>\n<strong>\u201eEinfach Afrika \u2013\u00a0 Einblicke in Afrikas Literatur und Filmschaffen \u2013 Ein Seminar zur Einf\u00fchrung mit Lekt\u00fcre und Filmbeispielen\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>von und mit Dr. Kajo Schukalla<\/strong><br \/>\nDie Themen der Veranstaltungsreihe werden in der afrikanische Gegenwartsliteratur vielfach aufgegriffen. Da hierzulande afrikanische Literatur noch immer kaum bekannt ist, wird hier ein themenzentrierter Blick auf den kulturellen Reichtum Afrikas gewagt. Es werden ausgew\u00e4hlte Autoren und Filmemacher mit ihren Werken und literarischen Motiven vorgestellt. Nach einer Einf\u00fchrung werden auszugsweise Textstellen gelesen und auch Filmausschnitte gezeigt und besprochen.Organisation: Kulturgr\u00fcn e. V.\u00a0 \u201eaFARM \u2013 eine Installation von Wilm Weppelmann\u201c\u00a0 in Zusammenarbeit mit Dr. Kajo Schukalla, Ghana-Forum NRW und Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker<br \/>\nOrt: \u201eDie Br\u00fccke\u201c Raum 106 Das Internationale Zentrum f\u00fcr Studierende der WWU Wilmergasse 2 48143 M\u00fcnster<strong>Fr 10.10. 20 Uhr Prof. Dr. Stefan Selke \/ Prodekan Hochschule Furtwangen Vortrag \u201eDie neue Armuts\u00f6konomie und die Suche nach sozialer Nachhaltigkeit\u201c<\/strong><br \/>\nEinfach arm: Stefan Selke kritisiert, dass die Politik den Sozialstaat immer mehr beschneidet und dessen im Grundgesetz verankerte Aufgaben an ehrenamtliche und private Organisationen delegiert. Tafeln, Suppenk\u00fcchen, Kleiderkammern und Co. wurden so zum Motor einer neuen Armuts\u00f6konomie. W\u00e4hrend die Mildt\u00e4tigen sich selbst feiern, werden die Empf\u00e4nger zu Menschen zweiter Klasse degradiert.Stefan Selke ist als \u201e\u00d6ffentlicher Soziologe\u201c h\u00e4ufiger Gast in den Medien. Dies umfasst seit 2009 die Teilnahme an 14 Fernsehsendungen und \u00fcber 30 Radioprogrammen sowie mehr als 50 Beitr\u00e4ge f\u00fcr Zeitungen und Zeitschriften. Hinzu kommt die Teilnahme an rund 50 \u00f6ffentlichen Podiumsdiskussionen und Lesungen. Stefan Selke ist Gr\u00fcndungsmitglied des \u201eKritischen Aktionsb\u00fcndnisses 20 Jahre Tafeln\u201c (www.aktionsbuendnis20.de) sowie der Online-Plattform Tafel-Monitor (www.tafelmonitor.de)Ort: Aula \u2013 ESG Ev. Studierendengemeinde M\u00fcnster Breul 43 48143 M\u00fcnster<br \/>\nhttp:\/\/www.hs-furtwangen.de\/kontakte\/fakultaet-gsg\/208-stefanselke.html<br \/>\nhttp:\/\/www.amazon.de\/Schamland-Die-Armut-mitten-unter\/dp\/3430201527<strong>Fr 17.10. 20 Uhr Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen \/ Privatdozentin an der Freien Universit\u00e4t Berlin http:\/\/www.breigarten.de\/<\/strong><br \/>\n<strong>Die G\u00e4rten der Frauen \u2013 Zur sozialen Bedeutung von Kleinlandwirtschaft in der\u00a0Stadt und weltweit<\/strong>Lange hatten wir uns daran gew\u00f6hnt, G\u00e4rten als blo\u00dfe Dekoration etablierten st\u00e4dtischen Wohlstands zu sehen. Heute hingegen entdecken wir die Notwendigkeit von G\u00e4rten. Weltweit verteidigen Kleinbauern und st\u00e4dtische G\u00e4rtnerinnen ihr Land, die so ein Fokus f\u00fcr neue soziale Bewegungen aus unterschiedlichen Richtungen werden. Diskutiert werden im Buch, das Beitr\u00e4ge der internationalen Tagung Perspektiven der Kleinstlandwirtschaft in Stadt und Land \u2013 zur sozialen und \u00f6kologischen Notwendigkeit von G\u00e4rten als einer weiblichen \u00d6konomie enth\u00e4lt, Formen der Kleinstlandwirtschaft, ihre soziale, \u00f6konomische und \u00f6kologische Notwendigkeit.&nbsp;<\/p>\n<p>Ort: Aula \u2013 ESG Ev. Studierendengemeinde M\u00fcnster Breul 43 48143 M\u00fcnster<\/p>\n<p><strong>So 19.10. 15 Uhr \u201eUnterwegs zur Gelassenheit \u2013\u00a0 Lesewanderung rund um den Aa-See mit dem Schriftsteller Ulrich Grober\u201c. <\/strong><br \/>\n<strong>Treffpunkt: Aaseestufen\/Giant Pool Balls<\/strong><\/p>\n<p>\u201eGelassenheit, ja, aber was ist das? Nur ein souver\u00e4nes Krise-Management? Oder gar stoische Gleichmut? \u201eGelassen\u201c kommt von \u201elassen\u201c. Klingt banal, hat es aber in sich. Erst indem wir Dinge lassen, unterlassen, davon ablassen, schaffen wir Raum, uns auf Neues\u2026 einzulassen. Die Abkehr von den Fixierungen auf die viel zu vielen Dinge gibt die Kraft f\u00fcr die Hinwendung zur Sph\u00e4re des Immateriellen. Pura vida, pralles Leben! Auf seiner Lese-Wanderung pr\u00e4sentiert und diskutiert der Schriftsteller Ulrich Grober eigene Texte zum Thema.\u201c<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrich_Grober Autor der B\u00fccher: Vom Wandern. Neue Wege zu einer alten Kunst. Zweitausendeins; Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Kulturgeschichte eines Begriffs.\u00a0 u.a.<\/p>\n<p><strong>Fr 24.10. 20 Uhr Ute Scheub \u201eGl\u00fccks\u00f6konomie \u2013 Wer teilt, hat mehr vom Leben \u201c Vortrag \u2013 Buch ist 2014 im oekom Verlag erschienen<\/strong><\/p>\n<p>Lebenszufriedenheit h\u00e4ngt immer weniger von Geld und Besitz ab. Wichtig f\u00fcr pers\u00f6nliche Gl\u00fccksgef\u00fchle sind soziale F\u00e4higkeiten wie Kooperieren, Teilen oder sich f\u00fcr andere einsetzen \u2013 und sie finden immer \u00f6fter Eingang in unsere Arbeitswelt. Die Autorinnen haben Menschen besucht, die ein v\u00f6llig anderes Leben f\u00fchren, und berichten aus der bunten Welt des befreienden Miteinanders, die durch das Internet enorm befeuert wird.<br \/>\nDie promovierte Politikwissenschaftlerin Ute Scheub hat eine Reihe sehr erfolgreicher B\u00fccher zu den Themen Frieden, Frauen und \u00d6kologie ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Ort: Aula \u2013 ESG Ev. Studierendengemeinde M\u00fcnster Breul 43 48143 M\u00fcnster<\/p>\n<p>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ute_Scheub<br \/>\nhttp:\/\/www.oekom.de\/nc\/buecher\/gesamtprogramm\/buch\/gluecksoekonomie.html<\/p>\n<p><strong>Do 30.10. 20 Uhr Dr. Andreas Mussenbrock \u201eDie Philosophie des Einfachen\u201c \u2013 Vortrag<\/strong><br \/>\nDer M\u00fcnsteraner Philosoph Dr. Andreas Mussenbrock ver\u00f6ffentlichte 2010 im dtv Verlag \u201eTermin mit Kant \u2013 Philosophische Lebensberatung\u201c (jetzt 3. Auflage und versch. \u00dcbersetzungen) vor dem geistigen Hintergrund: Wie kann man die Ideen der gro\u00dfen Denker f\u00fcr die konkreten Probleme des t\u00e4glichen Lebens nutzen?<\/p>\n<p>http:\/\/www.dtv.de\/autoren\/andreas_mussenbrock_13405.html<\/p>\n<p>Ort: Aula \u2013 ESG Ev. Studierendengemeinde M\u00fcnster Breul 43 48143 M\u00fcnster<\/p>\n<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address>\u00a0<strong>\u201cEs w\u00e4re von einigem Vorteil, ein bed\u00fcrfnisloses Grenzleben zu f\u00fchren,<\/strong> wenn auch inmitten \u00e4u\u00dferlicher Zivilisation, blo\u00df um zu erfahren, welches die gr\u00f6beren Lebensbed\u00fcrfnisse sind und auf welche Weise man zu ihnen gekommen ist.\u201d\u00a0 \u201c\u2018It would be some advantage to live a primitive and frontier life, though in the midst of an outward civilization, if only to learn what are the gross necessaries of life and what methods have been taken to obtain them.\u201d Henry David Thoreau: Walden oder Leben in den W\u00e4ldern \u2013 Kapitel 3<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<p><span class=\"Sapien\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eaFARM \u2013 eine Installation von Wilm Weppelmann\u201c fand auch 2014 eine Fortsetzung. 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