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Date/Time
Date(s) - 01/08/2019
20:00 - 21:30

Location
Freie Gartenakademie - Schrebergarten Wilm Weppelmann

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Donnerstag 1.8.2019 20 Uhr Ans Hobbelink (Utrecht) aus dem Vorstand der niederländischen Kleingärtner „Algemeen Verbond van Volkstuinders Verenigingen in Nederland“ Bildvortrag „Wir lieben Kleingarten – die Niederländer und ihr Garten“ (Englisch) anschließend Diskussion mit Werner Heidemann (Präsidiumsmitglied des BDG, Berlin)

Ans Hobbelink (Utrecht)  ist Vorsitzende des Klein­gärt­ner­re­gio­nal­ver­band Utrecht und Mitglied des Vorstands der niederländischen Kleingärtner

„Das niederländische Kleingartenwesen boomt!  In den Großstädten Amsterdam und Rotterdam warten die Interessenten zwischen 5 und 10 Jahre auf eine Parzelle. Auslöser des aktuellen Booms ist das gesteigerte Gesundheits- und Umweltbewusstsein und der Wunsch nach selbst angebauten, gesunden Produkten. Das Bedürfnis nach Naturnähe und der Nachhaltigkeitsgedanke gewinnen im Leben der Niederländer zunehmend an Bedeutung.

Neben dem in Utrecht ansässigen AVVN  “ Algemeen Verbond van Volkstuinders Verenigingen in Nederland“gibt es in den Niederlanden noch weitere Kleingartenverbände und viele Gärtner, die keinem Verband angehören. Ein Klein­gar­ten­ge­setz und den damit verbundenen Schutz des Kleingartenwesens kennt man in den Niederlanden nicht. Der Verband unterstützt seine Mitglieder bei der Sicherung der Flächen und bei Verhandlungen mit den Stadtverwaltungen. Die Gar­ten­grund­stücke werden vermietet, wobei man in der Regel die kleineren Ge­mü­se­gär­ten (ca. 150 m²) und die größeren Schrebergärten (250 – 300 m²), inklusive Gar­ten­haus (ca. 28 m²), unterscheidet.

Einen weiteren, entscheidenden Akzent für den positiven Imagewandel im nie­der­län­di­schen Kleingartenwesen setzte die “Politik der offenen Tür“. Die konsequente Öffnung der Gartenanlagen für Externe und die Einbindung von Architekten, Künst­lern, Studenten, Sportvereinen etc. bei raumordnerischen Fragen hat zu vielen neuen Ideen bei der Freiflächennutzung und vor allem zu einer größeren gegenseitigen Akzeptanz geführt.

Die Nachbarn zeigen, dass es auch anders geht. Gärtnern funktioniert auch ohne Zäune und Lauben oder mit unterschiedlich großen, bedarfsgerechten Gärten. Öffent­lich­keit, Par­ti­zi­pa­tion und Gemeinschaftsaktionen bringen Vorteile für alle Seiten und stabilisieren das Kleingartenwesen. Kompetenz durch Schulungen und Austausch mit Spezialisten und anderen Fachbereichen öffnet neue Horizonte und Möglichkeiten. Gärtnern mit Phantasie und einer gewissen Toleranz ist schön, sinnvoll und macht viel Freude, die auch nach außen strahlt und Menschen mitreißen kann.“

Ulrike Brockmann-Krabbe, Landesfachberaterin Landesverband Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V.

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