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Dr. Florentina Hausknotz – Foto: privat

Eröffnung  10. Freie Gartenakademie 2015 am 13.6.2015 20 Uhr mit einem Vortrag von  Dr. Florentina Hausknotz (Ottensheim Österreich) „Stadt denken – Über die Praxis der Freiheit im urbanen Zeitalter”
Das Wissen von der Stadt muss befreien! In diesem Sinne beschäftigt sich Florentina Hausknotz mit der Stadt als Freiraum sowie als Gegenstand der Wissenschaften. Die Philosophie als methodische Verunsicherung nutzend, unternimmt sie den Versuch, Stadt entgegen herrschender Diskurse und Praktiken neu zu denken: als autonomen Raum mit unzähligen Formen der Aneignung.

Florinta Hausknotz (Dr. phil.) arbeitet im Rahmen des Projekts »Stadt-Szenarien als MetaModelle« in Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind politische und interkulturelle Philosophie.

Die Stadt ist mein Garten!

„Wenn die Stadt zum Garten wird, ist es notwendig die Kategorien des Philosophierens und Forschens im urbanen Kontext neu zu denken. Spätestens wenn die Stadt zum Garten geworden ist, können wir nicht mehr einteilen in Arbeit oder Freizeit. Unterschieden wird zwischen sinnvollem Tun und dem weniger Wichtigen. Der Garten ist ein Ort an dem jede/r im eigenen Tempo und am Gegebenen orientiert arbeiten muss und kann. Die Stadt soll damit gefasst werden als Raum materieller Formen von Kritik, als Raum, der Freiheiten zur Einmischung abseits sprachlicher Strukturen eröffnet.
Die zentrale zu stellende Frage wird lauten, wie Inhalte, die zuerst merkwürdig, nicht sprachlich erscheinen im herrschenden Symbolismus verstanden werden können, wie die Freiheit des Tuns im Garten als in der Stadt unerwartete Äußerung, deren Lebensmuster befruchten und befreien kann. Die Offenheit der Strukturen im Urbanen und überhaupt ist das Anliegen dieser Diskussion.“  Dr. Florentina Hausknotz im Juni 2015

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Literatur: Florentina Hausknotz „Stadt denken” August 2011, 366 Seiten, ISBN 978-3-8376-1846-4

Das Wissen von der Stadt muss befreien!
In diesem Sinne beschäftigt sich Florentina Hausknotz mit der Stadt als Freiraum sowie als Gegenstand der Wissenschaften. Die Philosophie als methodische Verunsicherung nutzend, unternimmt sie den Versuch, Stadt entgegen herrschender Diskurse und Praktiken neu zu denken: als autonomen Raum mit unzähligen Formen der Aneignung.
Das Buch geht mit Immanuel Wallerstein das Risiko eines revolutionären Denkens ein und lässt in der Konfrontation von Mike Davis und Hannah Arendt oder Kwasi Wiredu und Gilles Deleuze die Grenzen der Philosophie als akademische Disziplin fraglich werden. Das Wissen von der Stadt passiert im Streben nach befreiender Theorie.

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