Stadt in Vielfalt für Natur und Mensch

„Der Mensch und die Natur in der Stadt brauchen gleichermaßen Spielräume, damit sie durchatmen und ihr vitales Potential entfalten können.“

„Die neue Ästhetik der Grüngestaltung könnte eine ökologische sein, in der sich der schöpferische Mensch als ein bescheidenes Glied einfügt in das große Ökosystem Erde und seinen Herrschaftsanspruch über die Natur aufgibt. … Kultur nicht im Kontrast, sondern im Einklang mit Natur praktizieren, in Freiräumen, die dann Räume der Freiheit wären. “ Klaus Spitzer in: Andritzsky/Spitzer (Hg.) „Grün in der Stadt“ Rowohlt 1981

„Lebendige,  dynamische Städte mit großer Mannigfaltigkeit enthalten die Samen für ihre eigene Regeneration und verfügen über genügend Energien, um Probleme in Angriff zu nehmen und Bedürfnissen zu dienen, die nicht allein sie selbst angehen.“ Jane Jacobs „Tod und Leben großer amerikanischer Städte“  Übersetzung: Eva Gärtner, Berlin-Frankfurt,  Ullstein 1963

Besucher der Freien Gartenakademie

Die Freie Gartenakademie als Kulturort für die Vielfalt des Lebens

Die Freie Gartenakademie sieht den Garten nicht als ein nostalgisches Idyllenreservat oder Auswuchs der Anthropozentrik, sondern als einen aktiven sozialen Baustein für eine Welt mit Zukunft Mensch. Denn aus dem Mikroskosmos Garten lassen sich elementare Lernerfahrungen ableiten, die gerade in Cyberlife- und Klonzeiten an Wichtigkeit zunehmen. Das Gefühl und Wissen für Rhythmen, Zyklen, Wachsen, Werden, Vergehen, Energiehaushalt, organischer Verbundenheit, Abhängigkeit und Verantwortung, leiblicher Wirklichkeits- und Selbsterfahrung, Erdung, Lebendigsein und Spiritualität erfährt sich im Garten und hilft

Blick in den Garten der Freien Gartenakademie 2017

dem Menschen eine lebenswerte Bescheidenheit abseits von technokratischen Allmachtsphantasien zu entwickeln.
Die Freie Gartenakademie begleitete die Suche nach dem Prinzip Garten, nach seiner Erfahrungswirklichkeit, nach seinem Lebenswert, nach seiner globalen Vernetzung, nach seiner symbolischen Aussagekraft, seiner pädagogischen, politischen und ökologischen Relevanz, nach seinen Auswüchsen, nach seiner Rolle, nach seinen gesellschaftlichen Möglichkeiten, seinen mythologischen und spirituellen Verknüpfungen, seiner kulturellen Verankerung, seinem geistigen Nährgehalt und nicht zu vergessen seinem Lustprinzip und verknüpft dazu Leben, Lernen und Genießen aus und mit einem Garten zu einem ambitionierten Kultur- und Sachprogramm.

 

Leben in der vielfältigen Stadt oder was Vielfalt bedeutet

Biologische Vielfalt
Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen – einschließlich der Wechselwirkungen zur unbelebten Umwelt, innerhalb der Arten und zwischen den Arten – sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt ihrer Lebensräume. Biologische Vielfalt ist die Grundlage einer langfristig gesicherten Existenz des menschlichen Lebens auf der Erde. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.undekade-biologischevielfalt.de.

Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet gemäß der UN-Biodiversitäts-Konvention (Convention on Biological Diversity, CBD) „die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören“. Die Biodiversitäts-Konvention (offiziell Übereinkommen über die biologische Vielfalt ; englisch Convention on Biological Diversity, CBD) ist ein am 29. Dezember 1993 in Kraft getretenes internationales Umweltabkommen

Unter kultureller Vielfalt (selten auch als „Soziodiversität“ bezeichnet) versteht man die Existenz von vielfältigen Identitäten und Kulturen innerhalb und zwischen menschlichen Gruppen und Gesellschaften. Die Allgemeine Erklärung zur kulturellen Vielfalt wurde von der 31. UNESCO-Generalkonferenz im November 2001 in Paris verabschiedet.

Bilder der Vielfalt

Spielraum Natur in Egelfing Foto: Wikipedia

NaturStadt Quartierverein Kappelerhof/Baden Foto: Wikipedia.org

Zwischengrün für eine lebendige Strasse

Bedingung für eine lebenswerte Stadt: Respekt vor der Vielfalt