19. Mi 7.8.2013 # Elisabeth Rave „Shakkei, die geborgte Landschaft“ Bildvortrag zur japanischen Gartenkultur

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7.8.2013 Elisabeth Rave in der 8. Freien Gartenakademie 2013

Die Architektin Elisabeth Rave Münster/Berlin beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Gartenkultur Japans und bereitet gerade dazu ein Buch vor. Aus der japanischen Gartenkunst stellt sie in diesem Bildvortrag einen Teilaspekt vor: „Shakkei, die geborgte Landschaft“.

Elisabeth Rave hat Architektur an der TU Stuttgart und der University of Oregon studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Von 1983 bis 1997 hatte sie ein gemeinsames Architekturbüro mit Fritz Barth. 1996 wurde ihr der Rompreis der Villa Massimo verliehen (Elisabeth Barth geb. Rave). Vielfältige Reisen in europäische  und aussereuropäische Länder.  Elisabeth Rave reiste mehrfach nach Japan um über japanische Gärten zu recherchieren und sie zu dokumentieren. Heute ist sie nicht nur als Architektin sondern auch als Gartenarchitektin tätig. Elisabeth Rave lebt in Münster und Berlin.

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Foto: Elisabeth Rave
Der Berg Hiei „geliehen“ vom
Tempel Entsuji in Kyōto

Shakkei, die geborgte Landschaft ist ein fundamentales Konzept der japanischen Gartengestaltung, ein offener Garten gewinnt durch  die geborgte Landschaft wesentlich an  Raum. Dieser Gartentypen ist für das städtische Umfeld prädestiniert. Die besondere Faszination japanischer Gärten beruht auf der Schaffung von Raumillusionen.  In Japan  begreift man die Natur nicht als einen Feind, den man im  Zaume halten muss, sondern versteht die Natur als Partner. Man möchte die Natur in den Garten bringen, während man auf strenge Formalität verzichtet. Ebenso wenig stellt sich der Gartengestalter in den Vordergrund. Die Illusion des Raumes wird durch einige Kunstgriffe erreicht und obwohl sich manche psychologische Wahrnehmungen ereignen bleibt doch die Natürlichkeit des Gartens das oberste Ziel. In meinem kurzen Vortrag möchte ich die  ästhetischen Prinzipien der verwendeten Techniken an Hand von Beispielen vorstellen: wie wird in der  japanischen Gartenbaukunst eine geliehene Landschaft eingefangen gestaltet.

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